Die Teilnehmerin und die Teilnehmer des „Weingipfels“

Mehr heimische Weine

Bei einem von Landesrat Luis Walcher einberufenen „Weingipfel“ wurde über eine Kooperation von heimischer Weinwirtschaft, Gastronomie und IDM diskutiert: Damit sollen Präsenz und Sichtbarkeit heimischer Weine erhöht werden.

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Politik Produktion

Eine stärkere Präsenz von Südtiroler Weinen auf den Wein- und Speisekarten heimischer Gastronomiebetriebe und Hotels liegt Landesrat Luis Walcher sehr am Herzen: Darum hat er kürzlich Vertreterinnen und Vertreter des Konsortiums Südtirol Wein, des Südtiroler Bauernbundes, des Hoteliers- und Gastwirteverbandes sowie von IDM Südtirol zu einem Austausch eingeladen. „Unsere Weine sind durch ihre herausragende Qualität, die auch international anerkannt ist, ein echtes Aushängeschild Südtirols“, betonte Landesrat Walcher, „zahlreiche Gastronomiebetriebe und Hotels gehen bereits mit gutem Beispiel voran und bieten viele heimische Weine an. Gleichzeitig wissen wir, dass noch Potenzial besteht, um das Angebot zu erweitern und die Sichtbarkeit unserer Weine weiter zu stärken.“ Ähnlich sieht es der Präsident des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV) Klaus Berger: „Gastronomie und Hotellerie sind zentrale Botschafter der Südtiroler Weinqualität. Eine starke Präsenz heimischer Weine auf den Karten ist Ausdruck regionaler Identität, gelebter Partnerschaft mit der Landwirtschaft und ein Mehrwert für das touristische Gesamterlebnis.“ Auch Bauernbund-Landesobmann Daniel Gasser teilt die Überzeugung, dass eine enge Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Gastronomie beiden Seiten zugutekommt: „Gerade beim Wein zeigt sich, dass eine Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Gastronomie beiden Seiten Vorteile bringt. Auch wir glauben, dass es noch viel Absatzpotenzial gibt, nicht nur für Wein, sondern auch für viele andere bäuerliche Produkte. Wir sind auf dem richtigen Weg, aber noch nicht am Ziel“, unterstrich Gasser.

Im Rahmen des Treffens wurde vereinbart, dass die Preisgestaltung für Produktionsbetriebe und Gastronomen fair und ausgewogen sein soll – zum Vorteil aller, auch der Kundinnen und Kunden. Einigkeit herrschte auch darüber, dass Wein ein Leitprodukt des Südtiroler Tourismus ist und der Absatz im touristischen Sektor für die Weinwirtschaft eine Schlüsselrolle spielt. „Unsere Tourismus- und Gastronomiebetriebe sind für die Weinwirtschaft nicht nur ein zentraler Absatzkanal, sondern auch eine wichtige Bühne für unser Produkt“, erklärte der Präsident des Konsortiums Südtirol Wein Andreas Kofler. Er unterstrich zudem, dass das Angebot von Südtiroler Weinen im Tourismus zur Authentizität des Südtirol-Erlebnisses beitrage und ein wichtiger Schritt zu einer Wirtschaft der kleinen Kreisläufe sei. „Nicht zuletzt sorgen wir dafür, dass die gesamte Wertschöpfungskette im Land bleibt: von den Bauernfamilien über die Kellereien bis hin zur Tourismuswirtschaft“, betonte Kofler. Als Ergebnis des Treffens wurde vereinbart, gemeinsam mit IDM Südtirol konkrete Maßnahmen zu erarbeiten, um die Kommunikation zwischen Weinwirtschaft und Gastronomie beziehungsweise Hotellerie zu verbessern und die Sensibilisierung für Südtiroler Weine zu erhöhen.  

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